ARGAS-PDR.DE - SCHÄDLINGSBEKÄMPFUNG

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Der Schädlingsbekämpfer - Allgemeines und Informatives

Kleine Anmerkung vorweg

Im Folgenden informieren wir sie darüber, wie Schädlingsbekämpfung "funktioniert" und über die Vielseitigkeit des Berufes. Dabei geht es einerseits um klassische Bekämpfungsmaßnahmen, andererseits um Vorbeugung hinsichtlich Schädlingsbefall mittels Monitoringsysteme. Von so mancherlei Berufen hat jeder im Laufe der Zeit schon einmal etwas erfahren, von dem des Schädlingsbekämpfers so gut wie nichts.

Sie lesen hier nur Allgemeines aber durchaus Wichtiges bzgl. prof. Schädlingsbekämpfung und was bei Selbstanwendung von Schädlingsbekämpfungsmitteln durch Laien geschieht (oder auch nicht). Lesen sie sich das ruhig einmal durch, eine kleine Portion Humor ist auch enthalten.

Der Schädlingsbekämpfer

Die Berufsbezeichnung ist seit langer Zeit nicht mehr Kammerjäger sondern Schädlingsbekämpfer und war eine Tätigkeit, welche mehr oder weniger jeder ohne große Anforderungen durchführen durfte. Seit 1984 besteht eine Prüfungsverordnung. Das heißt, nach mehreren Wochen Lehrgängen musste eine Prüfung abgelegt werden. Eine Weiterentwicklung erfolgte dahin, dass Schädlingsbekämpfung seit dem Jahr 2004 ein mehrjähriger Ausbildungsberuf ist, in welchem nicht nur gelehrt wird, welchen ungebetenen Vier- Sechs- Acht- oder Mehrbeinern der Garaus gemacht wird, sondern wie das gemacht wird unter Berücksichtigung der Zu- und Umstände der Umgebung, der Lebens-, Entwicklungs-, und Ernährungsweise der Insekten, Spinnentiere und Wirbeltiere (Nager usw.) und unter Berücksichtigung der einzusetzenden Präparate.

Wirkungsweise und -dauer sind ein wichtiger Aspekt bei der Mittelauswahl. Biologie- und Chemiekenntnisse sind also unerlässlich. Zudem muss er Gesetze und Verordnungen wie

beachten, um nur einen Teil zu nennen.

Wie sich ein Insekt oder Spinnentier entwickelt, ist äußerst wichtig zu wissen. Es gibt Präparate, welche auf die Eier, Larven, Puppen und auf das „fertige“ Insekt wirken. Manche Präparate wirken auf den Chitinpanzer, andere auf das Nervensystem, manche wirken als Zellgifte und ein weiteres führt den Insekten Hormone zu, welche die Tiere an ihrer Weiterentwicklung zum voll entwickelten Insekt hindern. Also, welches nehmen wir denn da…! ?

Eine Bekämpfungsmaßnahme ist nicht selten ein langwieriger Prozess, welcher Wochen, in Einzelfällen auch Monate andauern kann.

Das liegt einfach daran, dass man an das zu bekämpfende Individuum nicht immer direkt heran kommt oder nicht wahllos etwas tun darf, nur um „sofort“ eine Tilgung zu erreichen.

Insbesondere bei größerem Befallsausmaß, welcher sich über zig Räumlichkeiten oder einer größeren Fläche ausgebreitet hat, ist es unabdingbar, dass der Schädlingsbekämpfer sich erst einmal einen Überblick über das Befallsausmaß verschafft. Denn in dem Moment, wo er den Ort des Geschehens betritt, ist meistens erst einmal von den Plagegeistern nichts zu sehen.

Deswegen beginnt die Arbeit immer mit:

  1. Befallsermittlung / Vorbereitung -
  2. Bekämpfungsmaßnahme -
  3. Nachsorge/Dokumentation ggf. Dekontamination.
    (Entfernen / neutralisieren von Bekämpfungsmitteln).

Weit entwickelte Verfahrenstechniken mit Köder-Gel, Einsatz von Hitze und Kälte, ungiftigen Gasen und Mineralstoffen sind an der Tagesordnung. Chemische Mittel sind deswegen aber nach wie vor nicht weg zu denken. Diese Mittel werden immer unter Berücksichtigung der Lebensumstände von Personen und Zu- und Umstände der Umgebung ausgewählt und kontrolliert eingesetzt.

„Sie werden zuvor von Behörden und Institute für die jeweiligen Bereiche amtlich geprüft und zugelassen“.

Die Zeiten von „spritz und sprüh mal eben schnell und alles fällt um“ sind lange vorbei.

SchädlingsbekämpfungskofferIn vielen Fällen notwendiger Bekämpfungsmaßnahmen, insbesondere, wo keine Spritzmittel erforderlich oder zugelassen sind, bzw. nicht angewendet werden können, tritt der professionelle Schädlingsbekämpfer mit solch „neutraler“ Ausrüstung auf. Damit kann ein Großteil von Schädlingen in Innenbereichen bekämpft werden. Diese Ausrüstung dient ebenso zu einer erforderlichen Befallsermittlung und zur vorbeugenden, regelmäßigen Kontrolle. Hierbei sei angemerkt, dass das nur ein Teil der Gesamtausrüstung eines Schädlingsbekämpfers ist und bei Schädlingsbefall größeren Ausmaßes noch andere Gerätschaften zum Einsatz kommen.

„Ist das giftig“!??

Diese Frage ist oft (etwas überspitzt) der zweite Part einer beginnenden Konversation, nachdem der Schädlingsbekämpfer an des Kunden Tür schellt. Der erste ist „Hallo und guten Tag“.

Gegenfrage: „Für sie oder das Tier!?“
Es folgt 10sekündiges Schweigen und Nachdenken.
Nicht selten ist es so, dass dann erst einmal die Definition von „Gift“ erörtert wird.

Antwort:
Es war einmal ein Mann namens Paracelsus, der sagte:
All Ding sind Gift (20 Tabletten), nichts ist ohn Gift. Nur die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist (1 Tablette)“.
Klammerinhalte sind nicht von Paracelsus, sondern von uns!

Ein kleiner Hinweis noch am Rande:
In vielen „Ratten- und Mäuseködern“ sind gleiche Wirkstoffe vorhanden, wie in einigen Medikamenten, welche im Rahmen von Herzchirurgie Anwendung finden.
Also auf die Menge kommt es an.

Schädlingsbekämpfungsmittel werden so angewendet, dass sie nicht „giftig“ sein können, da sie vom Schädlingsbekämpfer sachkundegerecht ausgebracht werden (müssen). Demzufolge ist eine gesundheitliche Gefahr für Mensch, „Nichtzieltier“ und Umwelt ausgeschlossen.
Käme wer (einmal) damit in Kontakt, geschähe dennoch nichts, weil es von Häufigkeit des Kontakts, Mittelkonzentration und Mittelmenge abhängig ist.
Für die Zieltiere sind sie allerdings in der ausgebrachten Form sehr wohl giftig, sonst wäre es kein Schädlingsbekämpfungsmittel.
Das hängt u. a. damit zusammen, dass das Nervensystem eines Insekts oder Spinnentieres etwas anders „gestrickt“ ist, als das menschliche…. (bzgl. Insektizide).

Im so genannte „Rattengift“ (klingt ziemlich dramatisch, nicht?) sind in den meisten aller Köder Bitterstoffe als Zusatzstoff vorhanden. Diese Bitterstoffe würden auf den Geschmacksrezeptoren der Zunge dafür sorgen, dass bei ihnen eine Gesichts-Mimik entstände, als würden sie versuchen, flockige Kondensmilch zu verspeisen.
Ratten und Mäuse haben diese Geschmacksrezeptoren nicht, um diese Bitterstoffe zu schmecken.
Gelegentlich werden Fraßköder auch selbst formuliert (aus mehreren Bestandteilen zusammengesetzt), weil aus unterschiedlichsten Gründen der herkömmliche Köder nicht erfolgversprechend ist. (siehe Baumarktmittel Mäuse-/ Rattengift). Auch hierbei wird selbstverständlich eine entsprechende Vorsicht beim Umgang mit solchen Ködern an den Tag gelegt.

Wir möchten keine Abwertung der Bedeutung solcher Schädlingsbekämpfungsmittel bewirken, sondern nur die Verhältnismäßigkeit von Reaktionen zu „Nagergiften“ und „Insektiziden“ etwas ins Gleichgewicht bringen. Bestimmungsgemäße Anwendung vorausgesetzt.

Der Schädlingsbekämpfer arbeitet in einer (so genannten) Schattenwelt, was allerdings daran liegt, dass in der Bevölkerung nach wie vor eine allgemeine Inakzeptanz von Insekten vorhanden und dadurch dem Laien wesentliche Arbeitsabläufe des Schädlingsbekämpfers völlig unbekannt ist.

Gelegentlich muss man nur das Wort „Maus“ aussprechen, und so manch Dame ist abrupt in der Lage, einen Dauerklimmzug an einer per Lufthaken befestigten Stange zu vollziehen.
Das geht hin bis zu einer Phobie gegenüber manchen Vier- oder Sechsbeinern.
Im übrigen trägt eine gesunde Portion Humor oft dazu bei, um gelegentliche psychische Anspannungen zu lockern, wobei der nötige Ernst selbstverständlich nicht vernachlässigt wird.

Die Betreuung von Privathaushalten und Unternehmen (nicht nur Lebensmittel produzierende Betriebe) ist mittlerweile ein extrem wichtiger Bestandteil. Dabei wird dafür gesorgt, dass sich Unternehmen, seien es nun Gewürz produzierende Betriebe, Nudelhersteller, Bäcker etc. keine „Schädlinge“ einschleppen.
Ist es dennoch einmal so, dass in einem Privathaushalt (oder Betrieb) Schaben (oder andere Schädlinge) vorhanden sind, heißt es immer noch wie selbstverständlich: Der ist „unsauber“. Diese Ansicht hält sich hartnäckig in der Bevölkerung wie angebrannter Milchreis im Topf.

Ein Unternehmen ist ein Teil eines Netzwerkes von Zulieferern, Abnehmern und anderen Personen, welche Waren und Gegenstände „rein und raus“ transportieren. Bei diesen Transporten kann es durchaus vorkommen, dass versehentlich einmal Insekten („Schädlinge“) hinein getragen werden, ohne dass es sofort bemerkt wird. Nur, gehandelt werden muss und wird schnell, da Wareneingangskontrolle ein Teil der so genannten „integrierten“ Schädlingsbekämpfung ist. (ein mit dem Kunden zusammen entwickeltes, auf sein Unternehmen abgestimmtes Konzept zur effektiven Verhinderung der Etablierung von „Schädlingen“) Sähe man ein SBK-Fahrzeug vor einem Supermarkt  oder einem Fleischer, würden wahrscheinlich X % Kunden auf der Stelle kehrt machen. Warum?
Weil jeder sofort denkt, dort ist Ungeziefer vorhanden.

Auf die Idee, dass dort grad eine Kontroll- und Sicherungsmaßnahme durchgeführt wird, ohne dass Schädlingsbefall vorhanden ist, kommt niemand. Etwas schade ist eigentlich, dass aus unserer Berufsbezeichnung nicht hervor geht, dass der Aufgabenbereich des Schädlingsbekämpfers bei Weitem aus mehr besteht und nicht nur aus  Bekämpfungsmaßnahmen.
Die Qualifikationen und Anforderungen an den Schädlings-„bekämpfer“ werden immer höher.
Er muss nicht nur wissen, wie er bei Bekämpfungsbedarf mit „Giftsstoffen“ richtig und effektiv umzugehen hat, sondern auch, wie man mit dem Kunden „umgeht“. Einfühlungsvermögen bei Schädlingsbefall, Aufklärungsarbeit und Kommunikationsfähigkeit ist hier gefragt.
Stellen sie sich einmal vor, sie wären Schädlingsbekämpfer, wollen in einer Bäckerei nur eine Kontrolle durchführen. Sie betreten diese, wo 15 Hausfrauen an der Theke Schlange stehen. Wie würden sie auf sich aufmerksam machen bis sie wer bemerkt, ohne 30 Minuten warten zu müssen!? „Hallo…, Schädlingsbekämpfung Pumpelmus…, darf ich schon mal durch?“

Um einen Schädlingsbefall erst gar nicht entstehen zu lassen, wird eine vorbeugende Kontroll-Maßnahme mit einem Monitoringsystem (Überwachungssystem) durchgeführt, welches in den Betrieben installiert wird. So ein Monitoringsystem erfasst diverse Vorrat schädigende Käfer-, Motten-, Schaben-, Fliegenarten, Ratten und Mäuse.
Ließe man Schaben (Kakerlaken) und anderen „Schädlingen“ genug Zeit, können erforderliche Bekämpfungskosten die Kosten von Kontrollmaßnahmen bzgl. eines Jahreszeitraumes schnell übersteigen. Bei extremen Befall von Lebensmittelmotten können sogar zigfach höhere Kosten entstehen bis hin zur Unbezahlbarkeit einer Tilgung.

Baumarktmittel

Insektizide

Haben sie schon einmal bemerkt, dass das Mittel, welches sie gekauft haben, nicht „gefruchtet“ hat, obwohl auf der Dose „Ameisenmittel“ oder „wirkt gegen dies und das“ steht?
Haben sie danach ein anderes „Mittel“ gekauft? Und noch eins? Evtl. ein Weiteres?

Ist ihnen eigentlich bekannt, dass bestimmte, in den Sprühdosen enthaltenen Wirkstoffe zum Teil schon nach Stunden nicht mehr wirken (wobei die „Schädlinge“ noch immer da sind) und andere noch Monate nach der Ausbringung, (wobei die „Schädlinge“ längst weg sind)!?
Der professionelle Schädlingsbekämpfer ist vom Gesetz her verpflichtet, nach einer Bekämpfungsmaßnahme ggf. für Dekontamination (Neutralisation) zu sorgen. Woran das wohl liegen mag…
Es möge jetzt niemand auf die Idee kommen, die Wirkstoffe in den Baumarktmitteln wären weniger „giftig“! !

Andererseits darf er nicht weniger als die notwendige Menge ausbringen, sonst könnte es geschehen, dass einige der Insekten den Kontakt mit den „Wirkstoffen“ überleben und im Laufe der Zeit Resistenzen dagegen entwickeln.

Wem ist bekannt, dass die Wirkstoffe in den Dosen und Flaschen aus den Bau- und Supermärkten u. a. auf das Nervensystem wirken!? Auf das von Insekten zwar zigfach intensiver aber auch bei falscher, unkontrollierter und mehrfacher Anwendung wirkt es auf das menschliche als „Nervengift“.
Haben sie schon einmal eine Weile nach der Anwendung solcher Insektizide ein Kribbeln auf ihrer Haut bemerkt, ohne dass sie das ein, zwei Tage danach mit diesen Mitteln in Verbindung gebracht haben?

Der Schädlingsbekämpfer beachtet bei der Anwendung von Bekämpfungsmitteln zwei Grundsätze:
Erstens das Minimierungsgebot, zweitens das Substitutionsgebot.
Ersteres sagt, er hat so wenig wie möglich Mittel anzuwenden, und soviel wie nötig.
Zweiteres: (sinngemäß) Es ist regelmäßig zu prüfen, ob Mittel und Anwendungsverfahren mit geringerem gesundheitlichen Risiko eingesetzt werden können (weil neue entwickelt wurden), als die bisherigen.

Ach ja:
Bei Spuren von Acrylamit in Pommes Frites, waren diese etwas zu lange in der Friteuse, entstehen sofort Diskussionsrunden bzgl. möglicher gesundheitlicher Gefahren.
Über die Wirkung von zig tausend Liter unkontrolliert angewendeter Insektizide in geschlossenen Räumen pro Jahr und Saison klärt die Bevölkerung niemand auf.
Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass sich das Klima verändert und durch Wärmeanstieg in Zukunft mit noch mehr Einsatz von „Nervengiften“ zu rechnen ist.
Es sind jetzt schon Insekten in Deutschland heimisch, die vor Jahren hier noch nicht hätten überleben können.

Ratten-/ Mäusegift

Haben sie schon einmal Nagerköder gekauft und es liegt da evtl. heute noch, weil es nicht (nicht mal von einer Ratte??) gefressen wurde?
Und wer von ihnen kommt auf die Idee, dass die Futtergrundlage einer Spitzmaus eine andere ist, als die einer Hausmaus und daher nicht alle Mäuse- oder Rattenköder in allen Fällen tauglich sind!??
Davon steht natürlich NICHTS auf den Verpackungen. Da steht nur: „Mäuseköder von Firma Pumpelmus“ und der Wirkstoff, mit dem kaum wer etwas anfangen kann, weil der Wirkstoff im Bezug zu einem zufrieden stellenden Ergebnis nicht aussagekräftig genug ist.

Fazit

Auf die richtige Auswahl im Bezug zum Tier und zur Umgebung kommt es an. Und auf die Attraktivität.
Wussten sie, dass Mäuse einen Großteil ihrer benötigten Flüssigkeit über Futter aufnehmen?

Sie als Produktkäufer können es sich noch so sehr wünschen, dass das gefressen wird.
Wenn die Tiere das nicht wollen, wollen sie nicht, unabhängig davon, wie sehr die darin enthaltenen Wirk- (Gift-) stoffe auch wirken mögen.
Der Schädlingsbekämpfer berücksichtigt diese Kriterien und setzt Mittel und Verfahren ein, welche diese „Fress-Unwilligkeit“ aushebeln.
Und glauben sie ab sofort bitte nicht mehr, dass „Jerry“ immer sofort auf Käse oder Speck springt, weil einem das Fernsehen das so „vorschreibt“.
Hat eine einzelne Maus Appetit darauf, wird sie es fressen. Eine Regel ist das definitiv nicht.

Und bitte:

Seien sie vorsichtig beim Erwerb von Ködern, welche mit einem Totenkopf versehen oder als „gesundheitsschädlich“ (Zeichen: X xn) eingestuft sind. Das gilt insbesondere für Mäusekorn mit dem Wirkstoff Zinkphosphid. Diese Mittel (und viele andere auch) sind nicht deshalb frei verkäuflich, weil sie ungefährlich wären, sondern weil sie u. a. aufgrund von gesetzlicher Regelung als KLEINABGABEMENGE gelten.

Erkundigen sie sich einmal, wie der Wirkstoff Zinkphosphid in Verbindung mit Wasser oder gar Magensäure wirkt. www-organik.chemie.uni-wuerzburg.de

Leider musste ich schon mehrfach erleben, dass solches Mäusekorn in Apotheken erworben und anschließend in der Wohnung offen ausgelegt wurde.
Bezieht man mehrere Dosen, weil man der Ansicht ist, dass eine nicht ausreicht, begibt man sich, Kleinkinder und Haustiere in ernsthafte Gefahr, wird das Präparat nicht exakt so angewendet, wie es auf der Dose steht!

Eine Person (Beispiel Hausmeister), welche von einer Hausverwaltung o. ä. beauftragt wird, Schädlingsbekämpfung bei dritten (Mieter usw.) durchzuführen und nicht die entsprechende Sachkunde besitzt, darf außerhalb ihres eigenen Grund und Boden Schädlingsbekämpfungsmittel nicht anwenden, egal, ob sie diese Mittel aus dem Supermarkt oder sonst wo her bezogen hat.
Dem Schädlingsbekämpfer kann u. U. die Berufslizenz entzogen werden, so viel Verantwortung trägt er beim Umgang mit Insektiziden und Rodentiziden (Nagerköder).

Es bleibt nach wie vor jedem überlassen, ob er selbst Bekämpfungsmaßnahmen (ausschließlich auf seinem eigenen Grund und Boden versteht sich) durchführt, sich ärgert, weil die gekauften Produkte nicht „funktionieren“, unwissentlich etwas vorgaukeln und /oder einem erfolgsrelevante Informationen schlicht und ergreifend vorenthalten werden.
Oder es werden auf den Produkten Fachbegriffe benutzt, mit denen zumindest beim Einkauf niemand etwas anfangen kann. (Wäre dem so, würde der Umsatz wahrscheinlich rapide sinken).

Dafür sind ausgebildete Schädlingsbekämpfer da, welche ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen und dafür sorgen, dass sie ihr Brot, Gemüse und Schnitzel ohne Beine und Fühler einkaufen und essen können.
Wir hoffen, ihnen ein wenig die anspruchsvolle, hochverantwortliche Arbeit des Schädlingsbekämpfers näher gebracht zu haben.

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